Nichts zu sehen? Topografien vergessener Orte

Ein Vorhängeschloss. Ein Hinweis auf einen Flugplatz. Mauerreste in der Natur.

 

Nichts Bemerkenswertes ist auf den ersten Blick zu sehen. Doch auf manchen Fotografien finden sich Hinweise auf eine andere Funktion, die diesem Ort einmal innewohnte. Nicht wertend, nicht anklagend zeigen die Bilder das, was heute ist und bergen Hinweise auf das, was einmal war, hier in Gneixendorf bei Krems, wo sich im Zweiten Weltkrieg das größte Kriegsgefangenenlager auf dem Gebiet des heutigen Österreich befand - das Stalag XVII B Krems-Gneixendorf.

Mit Intuition und Sensibilität begebe ich mich immer wieder an diesen Ort. Ich finde und verorte Relikte aus der Vergangenheit, sich selbst überlassene Natur und neue Nutzungen. Ich dokumentiere Gegenwart, deren Vergangenheit ihr eingeschrieben ist, die manchmal spür- und sichtbar wird.

>> Mitarbeit am dreijährigen Forschungsprojekt "NS-'Volksgemeinschaft' und Lager im Zentralraum Niederösterreich" mit dem Institut für jüdische Geschichte Österreichs und dem Department für Kunst- und Kulturwissenschaften der Universität für Weiterbildung Krems.

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